Demenz-Vortrag in Oberpleichfeld mit Halma

Sozialpädagogin Anne Zeun informierte über Formen der Demenz
Am 26. März 2019 hatte Gemeindereferentin Gertrud Heinz die Helferinnen und Helfer der Nachbarschaftshilfe sowie die Seniorenbeauftragten der Pfarreiengemeinschaft „Volk Gottes an Pleichach und Main“ eingeladen. Im Oberpleichfelder Pfarrheim ging es um die Demenz. Dieses Thema bewegt viele Menschen. Ein Vortag von Anne Zeun und der Austausch untereinander standen im Zentrum des Abends.
Gemeindereferentin Heinz bedankte sich zunächst bei allen, die sich in der Nachbarschaftshilfe und für die Senioren in den Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft engagieren. „Unglaublich, was hier alles geleistet wird“, lobte sie den „wichtigen Dienst“. Das Jahrestreffen sei nicht nur zur Fortbildung da, sondern auch dazu gedacht, „dass wir uns gegenseitig bestärken und weitere Schritte ins Auge fassen“.
Anne Zeun stellte den Verein Halma in Würzburg vor. Die Fachstelle für pflegende Angehörige in der Nähe des Bahnhofs in Würzburg hat sich 2012 auch auf den Landkreis Würzburg ausgeweitet. Sie betreut unterschiedliche Selbsthilfegruppen, engagiert sich an den Demenztagen in Würzburg, führt Kurse und Vorträge durch und ist erste Ansprech- und Beratungsadresse für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen.
Der Vortrag umfasste die drei Teile „Unterschiedliche Formen der Demenz“, „Diagnosemöglichkeiten“ und „Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten“. In Deutschland leiden derzeit rund 1,7 Millionen Menschen an Demenz. Das sind mehr als zwei Prozent der Gesamtbevölkerung. „Es wäre wünschenswert, wenn die Demenz nicht mehr so schambehaftet wäre, denn diese Krankheit kann jeder bekommen“, meinte Frau Zeun.
Mit vielen Beispielen brachte sie den Teilnehmern des Abends Begriffe näher und unterschied zwischen Defizite im Gedächtnis, dem Frühstadium oder einem mittelschweren Stadium, der Krankheit Alzheimer oder eine vaskulären oder frontotemporalen Demenz. Beim Umgang mit demenzerkrankten Menschen sei es wichtig, deren Selbstwertgefühl zu stärken. Dazu gebe es oft einfache Mittel.
Der informative Abend war lang, interessant und gut besucht. Am Ende bestand Gelegenheit zu Fragen und zum Gespräch miteinander.
 
Irene Konrad (Bilder und Text)




  Nachbarschaftshilfe

Im Frühjahr 2014 wurde in der Pfarreiengemeinschaft Volk Gottes an Pleichach und Main, die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe „Miteinander – Füreinander an Pleichach und Main; eine Stunde Zeit pro Woche“ in der Trägerschaft der katholischen Kirche ins Leben gerufen.
In allen Ortschaften unserer Pfarreiengemeinschaft gibt es ein Team von ehrenamtlichen Helfern/Innen, die bereit sind, Ihre Zeit für andere zu verschenken.
 
Was bietet die Nachbarschaftshilfe an?
Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die Hilfe und Unterstützung im Alltag brauchen, unabhängig von Alter, sozialer, oder konfessionell/religiöser Zugehörigkeit. Dabei werden die Helfer/Innen der Nachbarschaftshilfe …
  • sie im Alltag unterstützen
  • Ältere daheim oder im Pflegeheim besuchen (zuhören, erzählen, vorlesen, spielen, spazieren gehen…)
  • Besorgungen oder Einkäufe übernehmen
  • Sie zum Arzt, zu Behörden, zur Kirche, zum Einkaufen oder bei anderen Terminen begleiten
  • Kleine handwerkliche Hilfen leisten (Glühbirne wechseln, Vorhänge abnehmen…)
  • Junge Familien unterstützen (gelegentliche Kinderbetreuung, Hilfe beim Großeinkauf…)
Dies sind nur Beispiele!
Falls eine andere Hilfe benötigt wird, können Hilfesuchende gerne Kontakt aufnehmen.

Was kostet die Hilfe?
Die ehrenamtlichen Helfer/Innen arbeiten unentgeltlich, halten sich selbstverständlich an die Schweigepflicht und stellen ihre Zeit kostenlos zur Verfügung. Wird für eine Hilfeleistung ein Kraftfahrzeug eingesetzt, können Kosten in Höhe der Entfernungspauschale anfallen (z. Zt. 0,35 Euro je Kilometer).

Was sollten Sie als Helfer/In wissen:
Ihr Engagement ermöglicht Ihnen
Begegnungsmöglichkeiten mit Menschen in verschiedensten Lebenssituationen
  • Die Chance Ihre speziellen Begabungen einzusetzen
  • Einführung in die Tätigkeit und Begleitung bei Fragen rund um Ihren Einsatz
  • Regelmäßiger Erfahrungsaustausch im Team
  • Jährliche Fort- und Weiterbildung
  • Versicherungsschutz
  • „Eine Stunde Zeit pro Woche“ ist ein Richtwert. Sie bestimmen selbst, wie viel Zeit Sie investieren
  • Die Möglichkeit Ihr Engagement ohne Angabe von Gründen wieder zu beenden
  • Egal welcher, oder ob Sie einer Religion angehören – Sie sind herzlich willkommen!
Wie ist die Nachbarschaftshilfe organisiert?
Die Bürgermeister aller Ortschaften unterstützen die Nachbarschaftshilfe insofern, als dass sich Hilfesuchende, oder die von ihnen beauftragten Personen, bei der jeweiligen örtlichen Gemeinde melden und ihren Bedarf äußern können. Dazu kann der ausliegende grüne Flyer genutzt werden.
Die politischen Gemeinden sind allerdings nicht für die Ausführung der Dienste verantwortlich, dies ist die Aufgabe der Ehrenamtlichen vor Ort und letztlich der katholischen Pfarreiengemeinschaft mit Gemeindereferentin Gertrud Heinz als Verantwortliche für die Nachbarschaftshilfe. Wer den Weg über die politischen Gemeinden nicht gehen mag, kann auch jederzeit mit dem Pfarrbüro Bergtheim oder mit Frau Heinz in Kontakt treten.  
Das gegenseitige (aus-)helfen und unterstützen in der Nachbarschaft läuft in unseren Gemeinden zum Glück meist noch ganz selbstverständlich. Allerdings wird die Zahl der Alleinstehenden und hilfebedürftigen Menschen jeglichen Alters immer größer und auch die Anonymität nimmt zu.
Das Angebot der Nachbarschaftshilfe ist ein Mehrwert im Bezug auf das Miteinander der Menschen vor Ort.
Wenn Sie Hilfe benötigen oder gerne als Helfer/In aktiv werden möchten, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.

 
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