Erntedank


Am Erntedankfest wollen wir uns bewusst bei Gott für die reichen Gaben seiner Schöpfung bedanken.
In früheren Zeiten, daran werden sich die Älteren erinnern, war es selbstverständlich dies zu tun.
Der Mensch war sich noch viel mehr seiner Abhängigkeit von der Natur bewusst. Die Lebensmittel kamen vor allem aus dem eigenen Anbau.  Bei schlechtem Wetter und bei schlechten Ernten konnten sogar Hungernöte auftreten.
Wer selber in der Landwirtschaft tätig ist, weiß noch wie wichtig die Wetterverhältnisse für eine gute Ernte sind. Nicht zuletzt hängt das gemeinsame Leben der Familie davon ab.
Für die meisten Menschen ist es mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden, im Geschäft oder Supermarkt alles kaufen zu können. Die vielen LKWs auf den Autobahnen zeigen, dass wir von unserer eigenen Landwirtschaft nicht mehr ganz abhängig sind. Durch den Fortschritt ist bei manchen sogar der Eindruck entstanden, es sei gar nicht nötig zu danken. Manchmal verhalten sich Menschen als hätten sie alles in ihren Händen.
Als stehe ihnen alles zu. Dementsprechend verhalten sie sich auch. Erst ich, dann die anderen.
An Gott zu denken, ihm zu danken, scheint geradezu überflüssig und altmodisch.  Sich bei Gott zu bedanken ist nicht mehr so in.  Gott gerät in einem solchen Land schnell in Vergessenheit. Wenn wir aber auf andere ärmere Länder blicken, werden wir daran erinnert, dass eben nicht alles selbstverständlich ist. In zu vielen Ländern dieser Erde hungern auch heute Menschen. Deshalb sollten wir dankbar sein für alles, was wir genießen dürfen.
Als Christen können wir ein Bewusstsein dafür schaffen, dass nicht alles selbstverständlich ist.  Alles ist uns vielmehr geschenkt. Die Schöpfung ist ein Geschenk Gottes, das uns anvertraut ist. Ein solches Geschenk sollten wir hoch schätzen und vernünftig damit umgehen. Und wir sollten dafür sorgen, dass alle etwas davon haben.
Danken wir Gott bewusst für die Gaben und setzen wir uns ein, damit alle Menschen Anteil daran haben können.

 
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